Aquarider Weltrekord geht nach Hückeswagen

13,5 Kilowatt in acht Stunden: Am Samstag stellten die Aquarider einen neuen Weltrekord auf. 114 Teilnehmer traten unter Wasser kräftig in die Pedalen. Anlass waren die “Geburtstage” der Frühschwimmer und der Bürgerbad gGmbH.

Punkt Mitternacht am Samstagabend, nachdem der letzte Radfahrer aus dem Wasser des großen Beckens im Bürgerbad gestiegen war, stand fest: Hückeswagen hat den Weltrekord von Freiamt im Schwarzwald überboten. “Wir haben es geschafft und einen neuen Weltrekord aufgestellt”, sagte Tanja Bauer vom Organisationsteam des Bürgerbad. “Die Freiamter Aquarider haben zehn Kilowatt geschafft. Dafür sind im Oktober vergangenen Jahres 240 Frauen und Männer zehn Stunden lang gefahren. Wir haben 13,5 Kilowatt mit 114 Teilnehmern geleistet”.

Im Bürgerbad wurde mit 15, in machen Gruppen auch mit 18 Fahrrädern acht Stunden lang gefahren. Noch um Mitternacht überreichte der Energieversorger BEW dem Bürgerbad einen Scheck über 675 Euro – 50 Euro pro erstrampeltem Kilowatt.

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Aktion entstand anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Frühschwimmer und dem fünften “Geburtstag” der Bürgerbad gGmbH. “2007 haben wir ein 24-Stunden-Schwimmen zum Erhalt des Hückeswagener Bads durchgeführt. Jetzt wollen wir die Aufmerksamkeit der Bürger durch unser Festwochenende und den Weltrekordversuch erneut auf das Bad lenken”, erklärte Tanja Bauer, eine der vier Geschäftsführer des Bürgerbads. Die Hückeswagener ließen sich nicht lange bitten, und die nötige Teilnehmerzahl für einen neuen Weltrekord war schnell erreicht.

In der ersten Gruppe um 16 Uhr am Samstagnachmittag ging der Hückeswagener CDU-Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach mit gutem Beispiel voran. Ihm folgten unter anderem zahlreiche Mitglieder der CDU, der SPD und der Grünen. Mitarbeiter der Sparkasse und der BEW nahmen ebenso teil wie Triathleten des ATV, der Awo-Kindergarten und die Spinning-Gruppe des “Injoy”-Fitnessstudios.

Der Wiehagener Christian Kroker fuhr sogar vier Stunden ohne Unterbrechung. Der erfahrene Spinning- Radfahrer wollte ausprobieren, wie lange er im Wasser mithalten kann. “Die vier Stunden waren anstrengend, aber kein Problem. Ich bin auf dem Spinning-Rad auch schon zwölf Stunden ohne Pause gefahren”, erzählte Kroker.

Birgit Richel und ihre Freundin Nadja Hinsken sind bereits begeisterte Aquariderinnen und seit eineinhalb Jahren im Kursus von Kursleiterin Betty Schäffer. Für sie war es Ehrensache, den Weltrekordversuch zu unterstützen. Auch Jürgen Schmitz aus Köln wollte dabei sein: “Mit einem Freund aus Hückeswagen fahre ich oft gemeinsam Rennrad. Er hat mich eingeladen, am Weltrekordversuch teilzunehmen.” Es habe großen Spaß gemacht. “Tolle Musik, eine gute Trainerin und eine nette Gruppe”, war sein Fazit.

Tanja Bauer hofft, dass viele Teilnehmer den Weltrekordversuch genutzt haben, um das Aquariding auszuprobieren und sich zu einem Kurs anzumelden. “Unser Angebot richtet sich sowohl an die Zielgruppe der älteren Menschen, als auch an Fitnesssportler, die ihre Kondition aufbauen möchten. Dabei ist der jeweilige Trainingsstand des Teilnehmers gleichgültig”, sagte sie.

Quelle: RP